Iran: 88 Tage ohne Internet – Regime zensiert jeden Klick

88 Tage lang sperrte das Regime das Internet. Jetzt kontrolliert es jeden Klick. Nur 60 Prozent des Netzes funktionieren wieder.

  • Regime blockiert WhatsApp – Bürger bleiben isoliert.
  • Behörden surften weiter – Bürger mussten Umwege nutzen.
  • 31 Millionen Euro Verlust pro Tag – Regime knickt ein.

Nach 88 Tagen ohne Internet dürfen die Iraner wieder online gehen. Doch das Regime kontrolliert jeden Klick. Nur 60 Prozent des Internets funktionieren wieder. Plattformen wie WhatsApp bleiben blockiert. Viele Dienste sind nur mit teuren und illegalen VPN-Verbindungen erreichbar.

Während die Bevölkerung wochenlang ohne Internet war, hatten Behörden und Sicherheitskräfte weiterhin Zugang. Wer online gehen wollte, musste Umwege nutzen – das ist verboten und wird hart bestraft.

Schon am 8. Januar hatte das Regime das Internet abgeschaltet. Nach ein paar Wochen mit etwas Internet wurde es Ende Februar wegen des Krieges wieder abgeschnitten. Präsident Massud Peseschkian versprach, das Internet langsam wieder freizuschalten. Aber der Präsident entscheidet nicht – das macht der oberste Machtzirkel des Regimes.

Das Regime schaltet das Internet wieder frei, weil es sonst zu viel Geld verliert. Experten schätzen die Kosten auf 31 Millionen Euro pro Tag. Das Regime hat ein Problem: Es braucht das Internet für die Wirtschaft, aber es hat Angst vor der Freiheit, die das Internet bringt. Deshalb versucht das Regime seit Jahren, ein eigenes Intranet aufzubauen. Damit will es die Bevölkerung von globalen Informationen abschneiden.

Während der Internetabschaltung hatten die meisten Iraner nur Zugang zu staatlichen Nachrichten und regimefreundlichen Apps. Internationale Medien und Messengerdienste funktionierten nicht. Viele Iraner im Ausland wussten wochenlang nicht, ob ihre Familien noch leben.

Weltweit schalten Diktaturen das Internet ab, um die Kontrolle zu behalten. Wer das Internet kontrolliert, kann auch bestimmen, was die Menschen über Gewalt wissen. Menschenrechtsorganisationen haben es schwerer, über Verletzungen zu berichten. In den letzten Monaten gelangten weniger Bilder von der Unterdrückung nach außen. In dieser Zeit hingerichtete das Regime 37 politische Gefangene und nahm Tausende fest. Immer öfter werden Menschen beschuldigt, mit ausländischen Medien zusammenzuarbeiten oder für Israel zu spionieren.

Die UNO sieht große Internetabschaltungen als schwere Menschenrechtsverletzung. Viele Iraner hatten während der Luftangriffe keinen Zugang zu Warnungen. Die USA und Iran verhandeln weiterhin indirekt. Laut Berichten stehen die Parteien kurz vor einer Vereinigung, um die Waffenruhe zu verlängern. US-Vize JD Vance meldet Fortschritte in den Verhandlungen. Ob Donald Trump und das iranische Regime zustimmen, ist noch unklar. Die Nachrichtenagentur Tasnim bestreitet Berichte über eine vorläufige Einigung.

Dieser Artikel beruht auf folgender TAZ-Seite: https://taz.de/Digitale-Repression/!6181939/. Author:in dort ist Daniela Sepehri. Dieser überspitzte Artikel hat NICHTS mit der TAZ oder dem / der Autor:in zu tun.

Titelbild von mit id auf unsplash zu finden.

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